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StudiVZ wieder online

StudiVZ ist seit gerade eben offenbar wieder online... Auf jeden Fall bin ich gerade drin und alles sieht immer noch so aus wie vorher... Jedenfalls auf den ersten Blick...
Also Leute, wer sich abmelden will... jetzt ist eure Chance!
5.12.06 20:49


Facebook (ein kleiner Vergleich zum StudiVZ)

Okay, in der Diskussion um das StudiVZ kam ja immer auf, daß es ja von Design und Idee her nur geklaut sei vom amerikanischen Facebook.
Und ja, das stimmt durchaus.
Das ist wohl auch kaum zu bestreiten.
Sobald man auch nur einmal das ganze vom Aussehen her vergleicht findet man einige wirklich verblüffende Übereinstimmungen.

Was das StudiVZ allerdings gemacht hat, war das ganze an den deutschen Markt anzupassen. Ein Amerikaner fand es dann zwar immer schwer sich dann im StudiVZ zurechtzufinden. Aber da hieß es dann, die hätten ja Facebook.
Nun, Facebook lässt seit Anfang des Jahres an sich auch deutsche Studenten (bzw. seit ein paar Monaten auch jeden sonst...) rein. Schon kurz nach der Öffnung für uns Deutsche, lange bevor dann das StudiVZ so groß wurde, habe ich mir das ganze dann auch mal auf Anraten einer Kollegin mal angeschaut.

Nun...
Eine Sache spricht (noch) gegen die Vernetzung deutscher Studenten in diesem Verzeichnis: Es ist amerikanisch.
Nein, das ist jetzt nicht wertend gemeint, aber es ist ein Unterschied der nicht so leicht auszubügeln ist. Die englische Sprache ist, natürlich, für manche Leute ein Problem, obwohl das durch den jahrelangen Unterricht in dieser Sprache etwas abgemildert sein sollte.
Allein, es ist eben auf amerikanische Studenten gemünzt und viele Kategorien passen da einfach nicht auf deutsche Universitäten: Wir haben keine Colleges und Grad Schools. Auch das Bachelorstudium ist hierzulande nicht wirklich vergleichbar mit dem amerikanischen. Und auch bei den restlichen Angaben die man machen soll stolpert man des öfteren über Angaben bei denen man sich denkt: wtf?

Dem Ruf solcher Verzeichnisse als reine Datingplattformen tragen solche Angaben wie Sex: Male; Interested in: Women und eine recht interessante Liste zu Beziehungsformen Rechnung (der Stern daran ist neben Single und In an Open Relationship natürlich die einfache Kennzeichnung It's complicated!.
Na wenn das nicht mal ehrlich ist...)

Die Farbe des ganzen ist etwas was auffällt: Ein einfaches helles Blau. In dieser Hinsicht ist das StudiVZ mit seinem warmen Rotton dem ganzen vom Design her überlegen. Nur in dieser Sache natürlich, der Rest ist eins zu eins geklaut.

Die Einbettung des ganzen in das restliche Web ist auch etwas gelungener. Zum einen gibt es personalisierte Buttons die direkt auf das Facebookprofil des Bloggers hinweisen (finde ich nicht unbedingt so großartig), zum anderen kann man den rss-feed eines Blogs in seine Notizen in Facebook spiegeln, zum anderen den Feed aus den Notizen als normalen rss-feed ins Internet hinaus. Interessante Sache eigentlich... Aber ob man das braucht?

Witzig ist auch die Social Timeline von Facebook, in der man bei anderen Leuten angeben kann wie und wann man sie kennengelernt hat. Wenn man das mit genug Leuten macht kommt dabei wahrscheinlich auch eine wunderbar einfache Möglichkeit raus jede Person in dieser Timeline über Monate hinweg in ihren Bewegungen zu verfolgen ohne jemals seinen Stuhl verlassen zu müssen... hmm...

Was das angeht ist sowieso noch auf den Mini-Feed hinzuweisen. Ein kleiner Feed der alle Personen die man als Freunde hat bei jeder noch so kleinen Profilveränderung darüber informiert daß dieses spezielle Profil verändert wurde. Eine Eigenart von Facebook die man ziemlich schnell abstellen sollte, außer man will irgendwann von seinen "Freunden" gelyncht werden... übrigens war die Einführung dieses Features ein Grund dafür das ganze einfach mal alsStalkerBook zu bezeichnen.
Hmm... nicht mal in der Kontroverse um das StudiVZ ist Deutschland innovativ...

Dafür sind die Privacyeinstellungen um einiges ausgefeilter (über die Sicherheit an sich mag ich jetzt hier nicht spekulieren aber ich meine mich daran zu erinnern, daß zeitgleich mit dem Bekanntwerden einiger Fehler bei StudiVZ das gleiche auch
bei Facebook festgestellt wurde...). Man kann für fast alle Bereiche der sozialen Interaktion einstellen wer und wann man bestmmte Sachen sehen darf. (also man kann einstellen daß nur Freunde auch sehen dürfen wer denn so unter "Freunde" drinsteht, oder wer denn genau eigentlich lesen darf was da unter Notizen so reingestellt wurde)

Insgesamt alles sehr ausgefeilt und außerdem offenbar auch schon seit längerem ziemlich stabil laufend. Irgendwie kommt einem bei sowas natürlich dann wirklich der Verdacht, daß StudiVZ nur dazu gemacht wurde um später an Facebook verkauft zu werden. Aber das war ja irgendwie zu erwarten. Naja, ich denke von der Performance kanns nicht schaden. Dann wären da nur noch die legalen Probleme zu beseitigen. So von wegen Datensicherheit und Vertrauen in das Unternehmen dem man diese Daten anvertraut hat...
Immerhin ist Facebook wirklich ehrlich und sagt gleich, daß sie eigentlich ein reines Datensammelunternehmen sind. Also wird eigentlich alles was da von den Usern drauf gestellt wird an Unternehmen zur zielgerichteten Werbung verkauft.

Naja, zur Zeit siehts ja eher so aus als bräuchte es nur noch einen Lumpensammler der die Trümmer von StudiVZ aufliest um das ganze dann (mit den gleichen Problemen) wieder auf den deutschen Markt zu bringen... die Probleme werden die gleichen sein, aber das wird dann ja auch niemanden mehr kümmern... und irgendwie denke ich daß Facebook da wirklich der wahrscheinlichste Kandidat für diese Übernahme sein wird...
3.12.06 23:55


Fundstückchen aus dem Netz

Fire Box: 1938 eingeführt, ein Feueralarmgeber der, um zu verhindern daß Scherzkekse ihn betätigen, den jeweiligen mit einer Stahlklammer festhält bis die Feuerwehr kommt. Ich glaube der kleine logische Fehler der jedem sofort auffallen sollte war wohl die Ursache für den kommerziellen Mißerfolg dieses Artikels.

McDonalds versucht Sandwiches /Burger /belegte Brötchen zu patentieren. Ähh...hä?

Sexual Consent: Ein kleiner Film über Sex und so und was passieren könnte wenn man sein Date mit nach Hause nimmt.
3.12.06 04:13


Veränderungen

Nanu, so duster hier?

Nach einer Ewigkeit habe ich jetzt mal wieder das Design des Blogs geändert. Zwar gefiel mir eigentlich das alte Design (weißes Nichts mit Sidebar) eigentlich ganz gut, aber da ich schon mal dabei war unser Fachschaftsblog einzurichten habe ich auch hier noch etwas rumgebastelt. Mit dem Ergebnis, daß es das gleiche ist... Naja, mir gefällt das Layout... auch wenns etwas düster ist.

Die Links wurden auch etwas angepasst, endlich steht dunkelbunts neues Blog drin anstatt dem Alten. Lesenswert war und ist sie aber immer.
1.12.06 03:39


Worüber regt man sich da eigentlich auf?

StudiVZ ist immer noch ganz oben in der Technoratisuche. Ich glaube kaum daß irgendein anderer deutscher Begriff die nächste Zeit das gleiche schaffen wird. Hunderte von Bloggern meinen ihre Meinung zum letzten Skandal dieser Seite zum Besten geben zu müssen. Ist ja auch ihr gutes Recht. Dummerweise klingt der größte Teil von dem was diese schreiben folgerndermaßen: "Diese unprofessionellen Schweine! Macht sofort diese Seite zu damit wir uns unserer Verantwortung entziehen können!"

Denn genau darum geht es doch... Wenn jemand so, gelinde gesagt, strunzdumm ist, auf eine öffentlich zugängliche Seite intime Details zu stellen von denen er/sie nicht will daß sie falschen Leuten in die Hände gerät, dann ist es nicht das Verschulden der Betreiber der Seite; nicht notwendigerweise jedenfalls.
Natürlich könnten sie etwas mehr Professionalität an den Tag legen, immerhin führen sie ein Unternehmen welches, wie sie ja stolz behaupten, mittlerweile über eine Million Kunden hat.
Aber jeder Mensch müsste eigentlich heutzutage wissen was alles mit persönlichen Daten passieren kann sobald sie im Netz sind. Vor allem sollte es jemand wissen der 12-13 Jahre auf der Schule war um etwas übers Leben zu lernen (und es ist immerhin noch ein Studentennetzwerk...). Vor allem sollte einem bei der Anmeldung auch auffallen wie leicht sich jeder da anmelden kann.
Es sollte einfach jedem mit einigermaßen Weltverstand auffallen, daß diese Seite eben nicht sicher ist...
Daß bei einer Million "Studenten" dann auch einfach ein paar Arschlöcher dabei sein können versteht sich doch auch von selbst, jeder hat doch irgendwann in der Schule oder im Studium Leute kennengelernt die er nicht leiden konnte weil sie einfach nicht normal waren.
Ja klar sind die auch online, das Internet ist in der Hinsicht eine Hure, es nimmt jeden auf der dafür bezahlt es benutzen zu können...
Und leider sind es eben oft nicht die netten Leute die dieses Angebot wahrnehmen...
25.11.06 18:45


TYPO3

Typo3 ist kein Content Management System.
Typo3 ist eine Krankheit...
Wahrscheinlich ist dieses System eines der besten Systeme um Content ins Internet zu bringen. Es gibt ja wahrscheinlich einen Grund dafür warum unsere Uni genau dieses System ausgewählt hat um damit die Uniseite zu machen (außer der Tatsache daß es kostenlos ist...).
Das Problem ist dann wenn irgendwelche Leute die mit sowas eher weniger zu tun haben, auf einmal mitten in sowas reingeworfen werden.
Anders gesagt, ich versuche gerade ein kurzes Schnipselchen Content (8 Zeilen...) online zu stellen, und quäle mich damit über eine Stunde rum. Aber es geht nicht. Es geht einfach nicht...
Dauernd bekomme ich entweder gar nichts, oder gesagt, daß die Zeitgrenze der Session gerade abgelaufen ist...
Typo3 ist eine Krankheit...
25.11.06 00:56


...und der Sturm tobt weiter... StudiVZ mal wieder

Tja...

Tja, eigentlich sollte man sich aus Datenschutzgründen bei StudiVZ abmelden. Nachdem in der Blogosphäre Informationen über eine Gruppe von notgeilen Idioten (besser kann mans nicht ausdrücken ohne ausfällig zu werden) die Sicherheitslücken in StudiVZ ausnutzen um an die privaten Fotos von hunderten von Frauen zu kommen und diese dann über das Verzeichnis zu belästigen.
Der StudiVZ-Blog behauptet zwar daß ihre Lösung großartig und sicher sei, wie sie die Bilder sichern (nämlich garnicht...), und versucht die Situation doch etwas zu sehr zu beschönigen. Ich weiß irgendwie auch nicht wirklich warum genau Menschen meinen Nacktfotos von sich da reinstellen zu müssen... irgendwie ist das unangemessen...
Einer meiner Bekannten kam sowieso mit einer anderen Argumentation, vor allem die Leute in höhreren Semestern (nein, ich meine nicht die Alterstudenten...) sollten sich überlegen welche Interessen sie angeben und in welche Gruppen sie eintreten. Auch potentielle Arbeitgeber können nämlich ziemlich schnell Zugang dazu haben und aussondieren wie dieser Bewerber denn so ist...
Die Datenschutzbedenken waren auch der Grund dafür warum der (angekündigte) Offline-Reparaturgang heute nacht böse (und falsche) Vermutungen provozierte. Nein, liebe Blogosphäre, ans Aufhören denken die nicht wirklich. Auch wenn sich einige das so wünschen würden: Die Blogosphäre hat noch nicht so eine Macht. Die meisten Leute haben nicht ein Fünkchen von dem mitbekommen was hier darüber geredet wurde.
Kein Grund von einer ramponierten Marke zu sprechen, das Unternehmen StudiVZ und ihre Seite wird es weiter geben.
Hier greifen nämlich dann zwei Sachen.
Zum einen entwickelt sich StudiVZ gerade zur Geldmaschine. Über eine Million Mitglieder in jungem, kauffreudigen Alter, oft trendbewußt, meist aber zumindest empfänglich für typische Billigangebote. Ein Werbemarkt mit unglaublichen Chancen.
Zum zweiten haben wir auf der anderen Seite die Studenten. Ich weiß ich sage nichts neues wenn ich diesen einen doch größeren Hang zur Bequemlichkeit und eine gewisse Problemblindheit nachsage.[1]
Das StudiVZ ist ein großartiges Werkzeug um auch mit entfernt studierenden Freunden Kontakt zu halten, ist ein wunderbarer Geburtstagskalender und (leider auch) ein Ersatz für einen Datingservice für so einige. Darüber was für Schattenseiten sowas haben kann macht sich kaum jemand Gedanken. Aber das kennt man ja in unserer heutigen Welt...
Das StudiVZ wird nicht so schnell schließen, allerhöchstens fangen seine Teilnehmer an sich über einen Verantwortungsvollen Umgang mit ihren Daten Gedanken zu machen.
Hoffentlich...



[1] Sichtbar zum Beispiel daran wieviele Leute sich angefangen haben über die Studiengebühren aufzuregen als sie schon längst verabschiedet waren. Aber erst dann ist ihnen aufgefallen daß sie selbst zahlen müssen wenns denn dann ans Zahlen geht. Es ist schön daß sich Studenten darüber aufregen, aber das hätten wir eineinhalb Jahre vorher gebraucht...
24.11.06 13:40


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